Vida Gabor

Der Maler wurde am 24. Januar 1937 in Budapest geboren. Die Mutter war Opernsängerin und Mitglied des Königlich Ungarischen Opernhausees, der Vater war Architekt.
Vida Gabor besuchte 1945 das katholische Piaristen-Gymnasium bis dieses verstaatlicht wurde.
1947 entdeckten die Eltern, dass Vida Gabor auf der Flöte nach Gehör klassische Musik genau wiedergeben konnte. Er wurde als Wunderkind gefeiert und an der "Ferenc Liszt Musik Akademie" für Flötenunterricht aufgenommen. Hier wurde er Schüler von Prof. Ferenc Hochstrasser. Gleichzeitig besuchte er das Budapester Musikgymnasium, wo er sein Abitur machte.

1950 begann er autodidaktisch Bilder mit Wasser- und Ölfarben zu malen.
1961 beendete Vida Gabor seine 16-jährige Tätigkeit als Professor für Flöte. Davor hatte er als Solist der Budapester Philharmoniker Konzerte in Ungarn und in vielen anderen Städten Europas gegeben. Daneben nahm er viele Aufträge der Malerei an.
1974 illustrierte er mit Tempera die Kinder Trickfilmzeichnung „Hüverlyk Maty“. Vida Gabor schuf Plastiken aus Holz und Gips sowie Bronzefiguren. Er ließ sich als Goldschmied ausbilden. Der Meistertitel wurde im verwehrt, da es im kommunistische regierten Ungarn verboten war, sich mit Goldschmiedekunst zu beschäftigen.

1977 fing er verstärkt an zu malen. Wenn auch einige Frühwerke Vida Gabors andere Bildgrößen aufweisen, bevorzugt er das Format 40 x 50cm auf 10 oder 12 Millimeter starkem Schichtleimholz. Jeder einzelne Zuschnitt für die fertige Malvorlage wird von ihm eigenhändig und sehr aufwendig vorbereitet. Weshalb seine Werle auf den ersten Blick emaileartig wirken liegt daran, dass die Tafel, auf der er zu zeichnen beginnt, durch die spezielle Vorbereitung spiegelglatt ist. Die Lasurfarbe, die er verwendet, ist sehr dünn, reichlich mit Leimöl versetzt, enthält wenig Pigmente und überzieht die Malerei ohne eine Sichtbare Pinselspur.

Der schöpferische Prozess ist auch in Vida Gabors Kunst zu erkennen. Er hat das Genre der niederländischen Maler des 17. Jahrhunderts und des Biedermeier modifiziert und seine eigene Bildwelt geschaffen.